Der Mops

voltaireGestatten, Voltaire, Mops und treuer Blogbegleiter. Derzeit noch im Welpenalter mit flegelhaften Tendenzen. Aber er macht seinem Namen schon alle Ehre und ist ein wahrer Freigeist. Alles wird hinterfragt: Warum gibt es nur so wenig zu fressen? Warum gehen wir jetzt nicht spazieren? Warum muss ich raus, um mein Geschäft zu erledigen, geht das nicht hinter dem Vorhang? Und die wichtigste Frage von allen: Warum muss ich auf Frauchen hören?

Die Probleme des Freigeists mit der Obrigkeit sind ja bekannt. Übrigens einer der Gründe für die Entstehung des Mopsordens. Nachdem Papst Clemens 1738 jedem Christen untersagt hatte, freimaurerischen Gemeinschaften beizutreten – schließlich wurde dort einfach ohne Überwachung nachgedacht; nicht auszumalen, was dabei entstehen konnte –, gründete der Herzog von Bayern und Kölner Kurfürst Clemens August 1740 den Mopsorden. Der Mops wurde als Symbol an Schmuckstücken oder Gürtelschnallen getragen, man konnte auf diese Weise unauffällig seine Zugehörigkeit kundtun. In der Porzellanmanufaktur Meißen werden übrigens heute noch solche Mopsanhänger produziert: http://www.meissen.com/de/produkte/meissen%C2%AE-mops-mit-diamantcollier.

Ob man in dem Orden nun wirklich nur philosophierte oder es auch zu der einen oder anderen Ausschweifung kam, wie kritische Stimmen vermuteten, kann heute nur noch schlecht nachvollzogen werden. Und ob sich bei Büromops Voltaire neben dem Freigeist auch ein gewisser Grad an Vernunft einstellen wird, die ihn zumindest davon abhält, mit fahrenden Autos spielen zu wollen, wird sich zeigen.

Mops-Anhänger der Porzellanmanufaktur Meißen
Mops Anhänger der Porzellanmanufaktur Meißen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.